Therapien

Physiotherapie beim Fraser-Syndrom

· Aktualisiert 15.03.2026 · 11 Min. Lesezeit

Physiotherapie ist für viele Kinder mit Fraser-Syndrom ein wichtiger Bestandteil der Förderung — von der frühen Säuglingszeit bis weit ins Schulalter. Sie hilft, motorische Entwicklungsverzögerungen durch Sehbehinderung aufzuholen, Funktionseinschränkungen durch Syndaktylien zu behandeln und nach Operationen die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Was ist Physiotherapie?

Physiotherapie ist eine medizinische Behandlung, die Bewegung, Kraft, Koordination und Körperhaltung fördert — durch gezielte Übungen, manuelle Techniken und therapeutischen Einsatz von Wärme, Wasser oder Strom. Bei Kindern liegt der Schwerpunkt auf der motorischen Entwicklung: Wie ein Kind sich dreht, aufrichtet, kriecht, geht und seine Hände einsetzt. Physiotherapeuten arbeiten dabei nicht nur mit dem Kind, sondern auch mit den Eltern — die Anleitungen für die Förderung zu Hause sind oft ein zentraler Teil der Therapie.

Physiotherapie und Ergotherapie ergänzen einander und werden bei Kindern mit Fraser-Syndrom häufig gleichzeitig verordnet. Sie unterscheiden sich im Schwerpunkt: Physiotherapie arbeitet vor allem an Grobmotorik, Haltung, Gleichgewicht und Kraft; Ergotherapie fokussiert auf Feinmotorik, Alltagskompetenzen und sensorische Verarbeitung. Mehr zur Abgrenzung im Abschnitt Physiotherapie und Ergotherapie.