Therapien

Heilpädagogisches Reiten und Hippotherapie

· Aktualisiert 15.03.2026 · 11 Min. Lesezeit

Hippotherapie und Therapeutisches Reiten beim Fraser-Syndrom

Das Pferd bewegt sich, und das Kind bewegt sich mit — rhythmisch, warm, lebendig. Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder in der Hippotherapie aufblühen: entspannter, aufmerksamer, glücklicher. Gleichzeitig ist Hippotherapie keine Kassenleistung, und die wissenschaftliche Evidenz für ihre Wirksamkeit ist dünn. Diese Seite erklärt, was Hippotherapie ist, was sie leisten kann — und was nicht.

Was ist Hippotherapie?

Hippotherapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsform, bei der die dreidimensionale Bewegung des Pferderückens therapeutisch genutzt wird. Das Kind sitzt — meist quer oder längs auf dem Rücken des schrittgehenden Pferdes — und empfängt dabei eine rhythmische Bewegungsfolge, die der menschlichen Gehbewegung ähnelt: Auf und ab, vor und zurück, seitlich schwingend. Das Kind muss aktiv reagieren, um das Gleichgewicht zu halten, ohne dass eine Übungsaufgabe gestellt wird.

Hippotherapie ist keine Freizeitbeschäftigung und kein Pferdesport. Sie wird von ausgebildeten Physiotherapeuten mit Zusatzqualifikation in Hippotherapie durchgeführt und gehört in der Systematik zu den medizinischen Therapieverfahren. Das unterscheidet sie vom Therapeutischen Reiten und vom Heilpädagogischen Voltigieren — dazu mehr im nächsten Abschnitt.